Es ist eine Frage die sich wohl jeder Christ einmal gestellt hat. Welche Bibel ist am weitesten am Grundtext? Und diese Frage ist durchaus berechtigt. Ich möchte hier einmal versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Auf der Suche nach der heiligen Schrift

Vor einiger Zeit stellte ich mir die Frage, welche Bibel ich fürs Studium verwenden soll. Ich habe immer zwischen Luther 1912 und der Hoffnung für alle gewechselt. Später kam die Schlachter 2000 dazu. Wie man anhand der Erscheinungen der beiden Bibeln merkt, sind die Unterschiede der Auslegungen schon teilweise gravierend. Aber das ist natürlich völlig klar. Die Anzahl der Bibeln im deutschsprachigen Raum ist schon enorm, wie folgende Übersicht zeigt:

  • Luther 1545, 1912, 1984, 2017 – zum Reformationsjahr
  • Neue Luther Bibel (LBN)
  • Elberfelder Bibel
  • Hoffnung für alle
  • Schlachter 1951
  • Schlachter 2000
  • Neue Genfer Übersetzung
  • Gute Nachricht Bibel
  • Einheitsübersetzung
  • Neues Leben. Die Bibel
  • Neue evangelistische Übersetzung
  • Volxbibel
  • [eine Übersetzung fehlt? Bitte melden 🙂 ]

Bibel-RatgeberIch stellte mir dann einmal die Fragen, welche davon nun nahe am Urtext ist. Die Bibel wurde in drei Sprache geschrieben. Das alte Testament in Hebräisch und Aramäisch, das Neue Testament in Griechisch. Luther übersetzte in den 1520er Jahren die Bibel ins Deutsche, was der RKK gar nicht gefallen hat und verhindern wollte. Denn nun konnte auch das einfache Volk die Bibel lesen und verstehen. Luther übersetzte weniger wörtlich, sondern versuchte, biblische Aussagen nach ihrem Wortsinn ins Deutsche zu übertragen um so ein besseres Verständnis zu erhalten.

Es gibt eine ganze Reihe neuerer Übersetzungen, die es mit der Worttreue nicht so ernst nehmen. Hier geht es dann eher um den Sinn und das Verständnis. Die „Hoffnung für alle“ war eine der ersten dieser Art, die ich auch als Vergleich gerne her nehme. Jedoch leiden manche Verse darunter. Das betrifft leider auch die „Gute Nachricht Bibel“, „Neues Leben. Die Bibel“ und nicht zuletzt die umstrittene „Volxbibel“. Letztere zielt auf einer Lesergruppe, die eher nicht die traditionelle Bibel lesen würde(?).

Ausschnitt aus der Volxbibel¹

Jesus macht klar, wer richtig glücklich ist!
Als Jesus sah, dass ihm so mega viele Leute gefolgt waren, ging er auf einen kleinen Hügel und setzte sich mit seinen Schülern und Freunden hin. Weil er ihnen was beibringen wollte, sagte er Folgendes zu ihnen: „Göttlich glücklich sind die Leute, die kapiert haben, dass sie Gott mit nichts beeindrucken können. Sie werden mit ihm dort leben, wo er das Sagen hat. Göttlich glücklich sind die Traurigen, weil Gott ihre Tränen abwischen wird. Göttlich glücklich sind die Leute, die nicht so agressiv, sondern friedlich drauf sind, denn ihnen wird einmal alles gehören. Göttlich glücklich sind die Leute, die sich danach sehnen, dass Gott sein Ding durchzieht und für Gerechtigkeit sorgt, denn sie werden genau das erleben. Göttlich glücklich sind die Leute, die ein Herz für die Menschen haben, denen es dreckig geht, denn Gott hat auch ein Herz für sie. Göttlich glücklich sind die, die alles so machen, wie Gott es will, denn sie werden Gott sehen. Göttlich glücklich sind die Streitschlichter, die dafür sorgen, dass sich Menschen wieder vertragen, denn man wird von ihnen sagen: Das sind die Kinder von Gott. Göttlich glücklich sind die Leute, die richtig Ärger kriegen, weil sie das tun, was Gott von ihnen will. Die werden mit Gott in seiner neuen Welt zusammenleben. Wenn ihr verarscht oder gelinkt werdet oder man Gerüchte über euch verbreitet, weil ihr mit mir lebt, dann könnt ihr echt froh sein. Feiert deswegen und freut euch, denn im neuen Leben werdet ihr dafür ganz fett absahnen. Auch die Prophetentypen von früher hat man übel verfolgt.“

Das war ein Ausschnitt aus Matthäus 5,1-12 – der erste Teil der Bergpredigt. Für ein ernsthaftes Bibel-Studium finde ich diese Version nicht wirklich passend. Aber für Menschen die vom Glauben noch nicht Wissen (wollen), und dessen Sprachjargon in dieser Richtung geht, ein idealer Einstieg – wenn bei näherer Betrachtung eine andere Bibel folgt.

Doch welche Übersetzung ist empfehlenswert für ein Bibel-Studium? Diese Frage habe ich für mich wie folgt beantwortet: Die Übersetzung die auf Worttreue Wert legt und dennoch verständlich ist. Dazu ein paar Hintergrund-Informationen. Ich fragte zunächst, wer steht hinter den Übersetzungen? Das bekommt man relativ einfach heraus, Luther habe ich da nicht berücksichtigt. Sein Ursprung dürfte bekannt sein:

  • Elberfelder Bibel: Die Elberfelder Bibel ist neben Luther ebenfalls eine deutsche Bibelübersetzung, die erstmals 1855 (NT) bzw. 1871 (AT) erschien. Sie legt auf eine begriffsnahen Übersetzung und Texttreue Wert. Die Wörtlichkeit der Übersetzung hat gegenüber dem Verständnis Vorrang.
  • Hoffnung für alle: Die Hfa ist eine Moderne Bibelübersetzung der Bibel- und Missionsgesellschaft Biblica. Sie legt daher mehr Wert auf inhaltliche Verständlichkeit als auf Worttreue. Ausdruck und Stil der Hfa ist die Sprache, die zum Erscheinungszeitpunkt allgemein üblich ist. Die Übersetzung wird dabei relativ frei gehalten. Erstmals erschien sie 1983 (AT) und 1996 (NT).
  • Schlachter: Die Schlachter-Bibel ist eine Bibelübersetzung aus den Ursprachen Hebräisch, Aramäisch, und Altgriechisch in die deutsche Sprache. Dabei wurde auf Worttreue und Verständnis viel Wert gelegt. Sie wurde von dem Schweizer Prediger und Evangelisten Franz Eugen Schlachter übersetzt. Erstmals erschien sie 1905, revidiert 1951 und 2000.
  • Neue Genfer Übersetzung: Die Neue Genfer Übersetzung (NGÜ) ist eine deutschsprachige Ausgabe des Neuen Testaments, der Psalmen und der Sprüche. Das alte Testament ist nicht enthalten. Sie benutzt eine natürliche und zeitgemäße Sprache und erschien erstmals 2000 (einzelne Bücher des NT).
  • Gute Nachricht Bibel: Eine Kooperation der Deutschen Bibelgesellschaft (evangelisch), des Katholischen Bibelwerks e. V. Stuttgart und der evangelischen und katholischen Bibelgesellschaften in Österreich, die erstmals 1968 (AT) und 1982 (NT) erschien. Es wird auf Verständlichkeit Wert gelegt, nicht auf Worttreue. In der katholischen Kirche ist sie jedoch nur zum privaten Bibelstudium vorgesehen.
  • Einheitsübersetzung: Die Einheitsübersetzung (EÜ) ist eine deutsche Bibelübersetzung für den Gebrauch im römisch-katholischen Gottesdienst. Sie wurde von 1962 bis 1980 von katholischen Theologen unter Beteiligung evangelischer Theologen erarbeitet, die sich jedoch 2005 aus dem Projekt zurück zogen. Gemeinsam erstellt wurde das Neue Testament und die Psalmen.
  • Neues Leben. Die Bibel: Die NLB versteht sich selbst als freie Übersetzung. Höhste Verständlichkeit geht über Worttreue. Es handelt sich um eine deutschsprachige Ausgabe der englischsprachigen New Living Translation, die 1996 veröffentlicht wurde. Die NLB erschien erstmals 2006.
  • Neue evangelistische Übersetzung: Ähnlich wie die NGÜ bemüht sich die NeÜ sowohl um Nähe zum Grundtext als auch um eine klare und prägnante Ausdrucksweise. 2010 erschien die erste Gesamtausgabe.
  • Neue Luther Bibel: Die LBN Bibel (La Buona Novella) verwendet eine sprachlich überarbeitete Version der Lutherbibel 1912. Sie ist ebenfalls nahe am Grundtext
  • Volxbibel: Die Volkxbibel, die erstmal 2005 erschien, bedient sich einer Sprache, die von Jugendlichen verstanden werden soll. Eine „Besonderheit“ ist, dass die Psalmen nahe ihrer ursprünglichen Bedeutung, als Rap, Gedichte oder Lieder übertragen wurden und sich reimen.

Wie nun die optimale Übersetzung finden?

Leider gibt es viele Textstellen, die in neueren Übersetzungen an Sinn verlieren oder das Studieren erschweren. Schon ein Wort kann den Sinn verändern oder die Bedeutung in einer anderen Richtung ziehen.

Historischer Hintergrund

Vor der Erfindung des Buchdrucks wurden das Alte Testament und Neue Testament über sehr lange Zeit händisch abgeschrieben. Die Autographen (die originalen Texte) sind alle in der ersten großen Christenverfolgung verloren gegangen. Wir sind daher darauf angewiesen, den ursprünglichen Wortlaut mit den zur Verfügung stehenden Handschriften so gut wie möglich zu rekonstruieren. Dabei muss aber betont werden, dass alle vorhandenen Unterschiede in den alten Manuskripten von geringer Bedeutung sind. Die Bibel ist nach wie vor das am besten überlieferte Buch der Antike.

Für das AT nahm man eine sehr berühmte Handschrift des hebräischen masoretischen Textes (Codex Leningradensis, 1008 n.Chr. geschrieben) als Grundlage. Diese dient grundsätzlich bei allen Übersetzungen des alten Testaments. Es stellt sich daher „nur“ für das Neue Testament die Frage nach der „richtigen“ Quelle.

Heutige Übersetzungen basieren größtenteils auf den Texten des Codex Vaticanus (wurde 1474 im Vatikan gefunden) und Codex Sinaiticus sowie einer Handvoll Unzialschriften, denen zahlreiche anderslautende Manuskripte gegenüberstehen. Der Codex Vaticanus war Hauptzeuge der gegenreformatorischen Bibel, und bildet gemeinsam mit dem Sinaiticus das Fundament der modernen Übersetzungen. Die Grundlage der modernen Bibelübersetzungen ist der Nestle-Aland-Text, der auf den oben beschriebenen Manuskripten beruht. Tatsächlich hat Nestle dies mit seiner eindeutigen Aussage „Das vatikanische Manuskript ist allen anderen Manuskripten vorzuziehen“ bestätigt³. Des Weiteren geben beide zu, dass ihr Text die Ökumene berücksichtigt und sich als „sich ändernder Text“ den Ansprüchen der Ökumene anpasst. 1968 trafen die Vereinte Bibelgesellschaften und der Vatikan die Vereinbarung⁴, dass nur dieser Text als Grundlage für neue Übersetzungen in den Kirchen und zu Bibelstudien verwendet werden soll. Es ist offensichtlich, dass dies der bevorzugte Text der RKK ist und als solcher ein Zeichen für den Sieg über die Reformation und ihre (Luther-) Bibel…

Martin Luther hatte als Grundlage den Textus Receptus, kurz TR, wie auch andere Reformatoren, darunter Tyndale für die englische Übersetzung. Doch wo hat dieser seinen Ursprung? Der Textus Receptus hat seinen Ursprung bei dem Gelehrten Erasmus von Rotterdam, der seine zweite Fassung 1519 veröffentlichte (die Grundlage für Luthers Übersetzung war). Nach seinem Tod 1536 führten die Arbeit gläubige reformatorische Gelehrte wie Stephanus (Buchdrucker Robert Estienne) und Beza weiter. Stephanus veröffentlichte seine erste Fassung 1546. Theodor Beza war der Nachfolger des berühmten Reformators Johannes Calvin und veröffentlichte zwischen 1565 und 1604 insgesamt neun Ausgaben des griechischen Neuen Testamentes (eine zehnte folgte 1611 nach seinem Tod). Die zugrunde liegenden Handschriften gehen bis ins 4. Jh. zurück. Der Textus Receptus war Grundlage der alten Züricher Bibel, der King James Bibel, sowie niederländische, spanische und italienische Übersetzungen und eben der Luther bis 1912. Auch von den Waldensern wurde der Textus Receptus verwendet.

Vergleich

Ein kleines Beispiel mit Offenbarung 22,14 Diese Stelle ist wie ich finde nicht ganz unwichtig:

Luther 1545 und 1912 übersetzt es so:

„Selig sind, die seine Gebote halten, auf dass sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt.“

Ich finde dies beim Vergleich mit den anderen Übersetzungen als wichtige Information. Denn Luther übersetzte es zur Reformation. Er selbst, keiner Nachkommen aus der „Luther-Bewegung“. Luther diente wie bereits beschrieben ein Exemplar der griechischen Bibel des Erasmus von Rotterdam, zusammen mit dessen eigener lateinischen Übersetzung sowie der Vulgata als Quelle.

1984 übersetzte man dies schon so:

„Selig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie teilhaben an dem Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt.“

Kleider waschen? Erklärung: Wenn man nur Kleider wäscht, braucht man den Gehorsam nicht. Man braucht nur die Gerechtigkeit Jesu, aber die Rechtfertigung lehnt man ab. Der Gehorsam spielt aber in vielen Texten des NT eine wichtige Rolle. Allerdings ein Gehorsam aus der Liebe Jesu heraus, nicht aus Angst oder Pflichtbewusstsein.

Weitere Übersetzungen:

  • Hfa: Glücklich werden alle sein, die ihre Kleider rein gewaschen haben. Sie dürfen durch die Tore in die Stadt hineingehen und die Früchte von den Bäumen des Lebens essen.
  • Elberfelder:  Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen!
  • NLB: Glücklich sind diejenigen, die ihre Kleider waschen, damit sie durch die Tore der Stadt eintreten und das Recht haben, vom Baum des Lebens zu essen.
  • GNB: Freuen dürfen sich alle, die ihre Kleider reinwaschen. Sie empfangen das Recht, die Frucht vom Baum des Lebens zu essen und durch die Tore in die Stadt hineinzugehen.

Da ich mich nach dem Grundtext richte, kommt für mich folgende Übersetzung in Betracht:

  • Schlachter 2000:  Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.

Doch wie kam es zu dieser Änderung?²

Die Kirchenväter zitierten diesen Vers mit: „die seine Gebote tun“, darunter Tertullian (299 n. Chr.) oder Cyprian (248 – 258). Auch die alte syrische und die koptische Bibel erwähnen die Gebote. Der alexandrinische Bischof Athanasius war der Erste, der im 4. Jh. (326 – 373) den Ausdruck „die ihre Kleider waschen“ benutzte. Man beachte, wie leicht sich dieser Vers im Griechischen ändern lässt:

„Die seine Gebote tun“: hoi poiountes tas entolas autou

„Die ihre Kleider waschen“: hoi plunontes tas stolas autōn

Als deutlicher Kontrast steht Offenbarung 7,14 – wo es auch um „Kleider waschen“ geht:

Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es! Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes.

Erklärung: Die Heiligen haben „ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes“. Das ist eine wunderbare Aussage über eine wunderbare Wahrheit. Sie offenbart das einzige Mittel unserer Reinigung. Es ist eine vollständige, vollendete Aussage, die wir hier lesen. Im Vergleich zu Offenbarung 22,14 in den modernen Bibeln: „die ihre Kleider waschen” – was bedeutet das? Es wir hier kaum von einem Waschtag die Rede sein! Die Bibel erklärt sich immer selbst. Doch hier gibt es keinerlei Erklärung, wie das Waschen vor sich gehen soll oder was genau gemeint ist.

Mögen wir immer sagen können: „Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus.“ (2.Korinther 2,17)

Noch eine weitere Stelle, verglichen mit Schlachter 2000 und Gute Nachricht Bibel:

  • Schlachter 2000: so spricht der, welcher die Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der niederfällt, aber dessen Augen enthüllt sind.
  • GNB: Ich höre, was der Herr verkündet. Ich sehe, was der Mächtige mir zeigt. Ich liege da – die Augen sind geschlossen –, ich schaue, was mir Gott vor Augen stellt.

Erklärung: Es geht um die äußeren Zeichen eines Propheten. Eines dieser Zeichen ist, dass der Prophet zu Boden fällt mit weit geöffneten Augen. Es gibt noch mehr Zeichen, hier beschränke ich es aber auf das eine Zeichen. Die Schlachter übersetzt es wie im Urtext „Textus receptus“, die Gute Nachricht verschweigt wie der Prophet zu Boden fällt und behauptet, dass die Augen zu sind. Die Hfa (bitte selbst nachschlagen) spricht erst gar nicht von den Augen. Jedoch ist das ein wichtiges Detail. Man könnte ohne dieses Zeichen viel mehr „Propheten“ als echt ansehen.

Weitere Vergleiche der Bibeln

Markus 15,28 – Hier geht es um die Erfüllung der Prophezeiung, dass Jesus mit den 2Räubern gekreuzigt wurde, wie es in Jesaja 53,12 vorhergesagt wurde.

  • Schlachter 2000 „Da wurde die Schrift erfüllt, die spricht: »Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden« (+ Fußnote Jes. 53,12)“
  • Luther 2017 „weggelassen“
  • Luther 1984 „weggelassen“
  • Luther 1912 „Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt: „Er ist unter die Übeltäter gerechnet.
  • Hoffnung für alle „weggelassen“
  • NeuesLeben „weggelassen“
  • Einheitsübersetzung „weggelassen“
  • Elberfelder „weggelassen“

Johannes 6,47 – Wer an Jesus Christus glaubt, hat das ewige Leben

  • Schlachter 2000 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben.“
  • Luther 1912 „Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.“
  • Luther 1984 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.“
  • Luther 2017 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.“
  • Hoffnung für alle „Ich sage euch die Wahrheit: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben!“
  • NeuesLeben „Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, hat schon das ewige Leben.“
  • Einheitsübersetzung „Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.“
  • Elberfelder „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“

Apostelgeschichte 8,37 – Der Kämmerer sah das Wasser (im Vers davor) und wollte sich Taufen lassen. In den neuen Übersetzungen, bis auf der Schlachter 2000, fehlt der Grund, bzw. das Taufbekenntnis.

  • Schlachter 2000 „Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist!“
  • Luther 1912 „Philippus aber sprach: Glaubst du von ganzem Herzen, so mag’s wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist.“
  • Luther 1984 „weggelassen“
  • Luther 2017 „weggelassen“
  • Hoffnung für alle „weggelassen“
  • NeuesLeben „weggelassen“
  • Einheitsübersetzung „weggelassen“
  • Elberfelder „weggelassen“

Psalm 68,20 – Luther übersetzt hier als einziges, dass unser der Herr eine Last auferlegt.

  • Schlachter 2000 „Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last, Gott ist unser Heil!“
  • Luther 1912, 1984, 2017 „Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“

Meine Meinung

Dies alles ist meine persönliche Meinung aus langen Vergleichen und Bibel-Studien. Für mich zählt in erster Linie „Sola Scriptura“ und „Textus Receptus“. Das heißt, allein die Schrift – des überlieferten, griechischen Urtextes (NT). Man kann auch eine andere, freie Übersetzung verwenden, sollte aber schon mit einer alten vergleichen. Ich studiere mit der Schlachter 2000, ziehe aber auch die Hoffnung für alle als Vergleich heran. Aber grundlegend die Schlachter 2000, die Luther 1912 ist auch gut, aber eben schon über 100 Jahre im Wortlaut alt, was das Verständnis an manchen Stellen erschwert. Hier empfiehlt sich als Alternative die Neue Luther Bibel (LBN), die mir freundlicherweise in den Kommentaren empfohlen wurde.

Es muss jeder für sich entscheiden, ob als Grundlage der Textus Receptus oder die Neste-Aland-Texte (NA, bzw. NA[Auflage]27) dient. Doch ein einfacher Vergleich der heutigen Bibeln, führt mich zum TR-Text, beispielsweise zur Schlachter 2000 oder Luther 1912. Und schlussendlich muss man auch sagen,  dass die Bibel als ganzes von Gott inspiriert wurde und uns Gottes Wesen bezeugt und seinen Erlösungsplan zeigt. Deswegen muss die Bibel auch im gesamten studiert und Schriftstelle mit Schriftstelle verglichen werden.

 


Bilderquelle: Wilfried Giesers Giesers / pixelio.de
¹ http://wiki.volxbibel.com/Matth%C3%A4us_5
² George Burnside, The NIV or the KJV, S. 12
³ Ruckman, Christian Handbook, S. 25
⁴ Ebertshäuser, Der überlieferte Text, S. 19


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